Auf dem Weg zum Ziel

Der Wagen ist nur ein Teil meines Freizeit-Wirkens. Auf der Unterseite  Was mich umtreibt gibt es einen Einblick in meine Projekte .Lautes Lachen

Am Anfang steht die Idee.

Die erste Skizze und ==> ein langer Weg steht bevor

Es wird ein Fuhrwerk sein. Wenn Handelsgüter über Land transportiert wurden , benutzte man einachsige Karren oder Fuhrwerke. Diese , waren den uns noch heute bekannten Leiterwagen landwirtschaftlicher Höfe des letzten Jahrhunderts , sehr ähnlich. Auch beim verwendeten Material konnte ich mich gut an diesen Wagen orientieren. Also Eichenholz / Eschenholz , Metallbeschläge / Nägel aus Eisen.


Scheibenräder wurden etwa 1600 vor Christus zunehmend durch Speicheräder ersetzt. Sie sind solider und leichter als Räder aus Vollholz. Dazu später mehr.

Recht früh versuchte man schon , das sehr verschleißbelastete System Achse - Rad , durch Konstrukte aus Metall zu ersetzen. Anfänglich dadurch , das man Metallplatten auf den Achsstummel und in das Loch der Radnabe brachte. Dennoch benutzte man bis ins 17. Jahrhundert hinein mehrheitlich hölzerne Achsen auf die dann die Räder mit recht breiten ebenfalls hölzernen Radnaben montiert waren.

Metallreifen auf den Felghölzern sind seit mehr als 1000 Jahren bekannt. Das Aufbringen des Metallreifens ist auch heute noch eine komplizierte Arbeit. Gilt es doch für die nötige Spannkraft nach dem Erkalten des Eisenreifens zu sorgen. Gleichsam muß das Verbrennen der Felghölzer verhindert werden. Daher wurden zu dieser Zeit meisstens Metallnägel in die Felghölzer geschlagen um den Verschleiss vor allem auf gepflasterten Wegen zu reduzieren.

Für hochwertige Güter wurden Wagen verwendet die zumeisst schon einen Kasten aus Holz oder Weidengeflecht hatten.

Der Wetterschutz wurde oft durch Tierhäute oder dicke Tuche , welche mit Fetten oder Pech imprägniert wurden, gewährleistet.

Wegen der höheren Tagesleistung und der immer besser werdenen Wegbefestigungen wurden Pferdegespanne bevorzugt. Das hatte zur Folge , das allein durch die wesentlich grössere Schulterhöhe der Zugtiere die Deichsel und damit der Drehschemel der Vorderachse höher stehen musste. Die Räder wurden bedeutend grösser. Eine mittlere Grösse von 1,2 Metern musste somit sein. Damit schliesst sich eine kleinere Vorderachse aus.

Die Spurweiten solcherart Fuhrwerke wurden für den norddeutschen Raum sichtbar in den Spurmarken steinerner Wege des Mittelalters (Geleise) , mit ca. 1,45m - 1,57m ermittelt. In Griechenland wurden solche Geleise mit 1,81m gefunden.

Der Achsabstand  ist dann noch maßgeblich für den Wendekreis des Fahrzeuges. Hier sei noch erwähnt , das in Europa anfänglich bis zur Erfindung des Drehschemels, Fuhrwerke / Wagen keine Lenkung hatten. Sie wurden bei Bedarf mittels Hebel wieder "auf Spur gebracht". Im Laufe der Zeit , wenn man sich einen Leiterwagen (hier speziell Rückewagen 19. Jahrhundert) genauer anschaut , hat sich daraus sogar eine Art mitlenkende Hinterachse entwickelt. Also keine Erfindung unserer Tage.

Auch die Geometrie der eigentlichen Fahrwerke , der Achssturz , der Radsturz , die Radgeometrie daselbst , trugen den Anforderungen der schlechteren Wege jener Zeit Rechnung , und waren in dieser Form sogar schon bekannt  (siehe; Reisewagen , römisch-germanisches Museum in Köln oder Nachbau des Prachtwagen auf der Landshuter Hochzeit). Schrägstehende Räder verlegen den Knickpunkt der Achsstummel weiter zur Achsmitte. Zudem rollen Räder , die ihre axiale Sicherung verloren haben (Sicherungsstift), nicht von der Achse. Schlussendlich wird der Schmutz des Weges desswegen nicht in die Nähe der Verbindungsstelle Achse-Radnabe beim Umlauf der Räder verbracht. Das vermindert erheblich den Verschleiss an dieser hochbeanspruchten Stelle.

Der Radsturz ist das ausermittige Anordnen der Radnabe. Was zu schrägstehenden (stürzenden) Radgeometrien , dennoch im Lot stehenden Speichen, führt. Das stabilisiert und im Besonderen , wenn ein Metallreifen dazu kommt und es spannt , somit ganz erheblich das Rad in sich vor. Das war ein gewaltiger Tragkraftzuwachs gegenüber den früher hauptsächlich benutzten Scheibenräder .

Derartige Fuhrwerke konnten bis zu 7 Tonnen Gewicht transportieren.

Die Umsetzung folgt

Die Maße des Kastens werden ermittelt.

Grundlage ist die Grösse der Räder ==> 1.2m Durchmesser.

Da ich ja den Wagen eines Gewürzhändlers nachempfinden werde , muß nun auch eine Schlafmöglichkeit über "meinen Reichtümern" drinne sein! Cool

So habe ich selbst bei Nacht , wenn auch "ein geschlossenes" gleichwohl aber wachsames Auge auf meine Ware.

Und da wäre auch noch das Kutschenhaus , " SEIN SCHLAFPLATZ " über Winter.

Das ist nicht gerade riesig. Wo doch Stadttore für gewöhnlich um die 3m bis 4m hoch waren. Aber ich bin ja ein Gewürzhändler , und der handelt nicht mit Massenwaren. Ich brauche nicht soviel "Laderaum" , aber sicher muss er sein! Vor Wind und Wetter , vor allem aber vor den Blicken Neugieriger muss die "Ladung" gut verwahrt sein.

Was bleibt mir als Innenraum ?

Wie könnte angesichts solcher Vorgaben ein Kaufmann jener Zeit beim Stellmacher seine Vorstellungen dargestellt haben. Die Norddeutschen gelten ja heute noch als sachlich nüchtern und mindestens zielorientiert!

Berechnen !

Aus Papier wird Holz

Es ist Ende Januar. Mitte Mai muß er im Rohbau fertig sein.

Die Räder sollten 3000 Kilometer halten

So sehen die Felghölzer schon viel solider aus

Die Felghölzer meiner Räder erachte ich für recht schmal.

Meistens waren die Felghölzer auf historischen Abbildungen im Verhältnis zum ganzem Rad grösser als meine. Und sie waren nicht immer dem Umfang folgend ausgeformt. Es gibt einige Abbildungen und Funde bei denen ganz deutlich zu sehen ist , das die Felghölzer mitunter innenseitig gerade geschnitten waren.

Ändern !

Ich möchte schlussendlich mit Ihnen an mein Ziel kommen.

Nun noch Bremsen ran

Auf dem Weg zum Käufer

Behältnisse für Senf , Pfeffer , Safran , Ingwer und anderen Kostbarkeiten. Eingewickelt in Leinentüchern waren sie hier gut geschützt

Bestimmt war ein solcher Gewürzkaufmann öfter beim Böttger. Denn ohne die Tupperware des Spätmittelalters , konnte er seine Gewürze nicht schadlos , an die betuchten Interessenten bringen. Safran zum Beispiel wurde seiner Zeit noch mit Gold aufgewogen. Fässer waren mit Abstand das sicherste Behältnis. Mit derartigen Kostbarkeiten darin , ging der Kaufmann dann sehr sorgsam um. Ruin oder Reichtum hingen daran. Auf dem Weg an sein Ziel , musste er durch andere Städte hindurch. Es gab keine Umgehungsstrassen. Denn die meisten Städte erzwangen somit , die Durchfahrt der fahrenden Händler , die dann gemäß der erlassenen Bestimmungen und Gesetze dieser Stadt , einen Teil ihrer Waren innerhalb der Stadtmauern veräussern mussten. In der Regel waren dies 2 -7 % dessen was sie mitführten.

In der standesgemäßen Bekleidung eines solchen Kaufmannes , kann ich Interessierten , in entsprechender Umgebung , meine Aufwartung machen. Zur Darstellung eines Fernhandelskaufmannes des ausgehenden 15.Jahrhunderts , baue ich vor dem Wagen einen Händlerstand auf. Kernstück ist ein zweimastiger riesiger Baldachin unter dem passende Darbietungstische und Gestühl zum "Verhandeln mit Handelspartnern" aufgestellt sind. Neugierig ==> einfach posten.

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Mika | Antwort 08.09.2015 01.39

Wow, einfach nur wow. Das nenne ich Kunst :)

Stephan | Antwort 28.04.2015 22.54

Hi, ich habe in Spandau Fotos von den schönen Musikinstrumenten gemacht. Bitte um Mitteilung einer email-Adresse, dann schicke ich die zu! VG Stephan

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Neueste Kommentare

08.09 | 01:39

Wow, einfach nur wow. Das nenne ich Kunst :)

...
28.04 | 22:54

Hi, ich habe in Spandau Fotos von den schönen Musikinstrumenten gemacht. Bitte um Mitteilung einer email-Adresse, dann schicke ich die zu! VG Stephan

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