Gepanzert und Gewappnet hindurch gefährlich Land ?

Gefahren auf dem Weg übers Land gab es viele. Daher glichen solcherart Kauffahrten zuweilen einem Kriegszug. Galt es doch , nicht nur sein eigenes Leben , sondern auch die erstandenen Waren von teils beträchtlichem Wert zu bewahren.

Vieleicht kann man sich folgendes Bild vorstellen;

Vorneweg zogen die mitunter gepanzerten Kaufherren , flankiert von bewaffneten Söldnern. Dahinter in einer langen Reihe die Fuhrwerke verschiedenster Bauart. Immer wieder zwischendurch Geleitschutzsöldner. Schlussendlich folgt die Nachhut. Vieleicht wurde auch zur Erkundung des Weges vorab , eine kleinere Schar Geleitleute auf  Sichtweite geschickt.

Die Kaufleute , welche mit diesen Handelszügen mitritten , waren im Regelfall ganz gut an der Waffentechnik der damaligen Zeit ausgebildet. Sie konnten sich ganz gut ihrer Haut erwehren. So ist überliefert , das in der Anfangszeit der Hanse die Kaufherren mitunter von imposanter Größe/Erscheinung waren. Das war eben nicht , nur beim Auftreten gegenüber  möglicher Handelspartner von Vorteil , es schreckte sicherlich auch Menschen mit unehrenhaften Gelüsten ab.

Täglich war man bestrebt soviel wie möglich der Wegstrecke hinter sich zu lassen. Durchschnittlich lag die Tageswegleistung bei 15 bis 30 Kilometern. Genächtig wurde vorzugsweise nicht an Gasthöfen oder Ansiedlungen vielmehr in gedecktem Gelände. Dies liegt wohl auch daran , das Wirtshäuser im Regelfall keinen guten Leumund hatten , sich in derren Umfeld öfter als sonst zweifelhafte Gestalten zeigten. Zudem suchte man jedwedes Auffallen zu vermeiden.

Der einzelne Kaufmann hielt sich vermutlich auch des Nachts in der Nähe seiner Waren auf.

Galt wohl auch schon damals der Leitspruch ;" Vertrauen ist gut , aber Kontrolle besser!"

Überliefert ist auch , das er sich des Nachts mit einer Kette oder Ähnlichem , sofern er wertvolle Güter mitführte , an Selbiger festmachte.

Vieleicht rührt auch da der Spruch her ;" Ich hänge an meinem Reichtum!"

Öfter schlief der fahrende Kaufmann auf oder unmittelbar unter seinem Fuhrwerk umringt nur von seinen engsten Vertrauten.

In wenigen Fällen fand er daselbst Platz auf seinem Wagen bei seinen Waren. Wo er zudem dafür Sorge trug , das ihm Niemand zu nahe kommen konnte. Er schlief faktisch auf seinen Reichtümern. Vieleicht über kleinen Behältnissen mit Gewürzen oder Ballen mit Geschmeide darin. Zu aller erst , bewahrte er sie vor Schaden. Jedweder Schaden minderte seinen Gewinn und konnte über dies hinaus ihn ruinieren , hatte er sich sich doch im Regelfall beim Einkauf der Waren verschulden müssen.

Im Zuge der Zeit war es den Städten selbst gelungen für den Schutz und den Zustand der Wege die Verantwortung zu übernehmen. Reichte doch der Einfluss der zumeist weitentfernten kaiserlichen-oder landesfürstlichen Macht bei weitem nicht mehr aus , den Erfordernissen der Kaufleute Rechnung zu tragen. Es wurden nun wieder verstärkt Mittel in den Wegebau investiert. Zudem wurden eines der grössten Hindernisse für den freien Handel , die unsäglich vielen Zollschranken und Wegabgaben auf ein erträgliches Maß reduziert.

Die wichtigsten Handelswege in der Mitte Europas und die am meisten gehandelten Waren

Der Fernhändlerwagen

Der Seehandel

Der Fernhandelswagen

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Neueste Kommentare

08.09 | 01:39

Wow, einfach nur wow. Das nenne ich Kunst :)

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28.04 | 22:54

Hi, ich habe in Spandau Fotos von den schönen Musikinstrumenten gemacht. Bitte um Mitteilung einer email-Adresse, dann schicke ich die zu! VG Stephan

...
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